Die Tage werden wieder länger und wärmer, die Sonne zeigt sich öfter, Vögel kehren aus dem Süden zurück, die Natur erwacht zu neuem Leben. Es ist unverkennbar. Nach langen grauen und tristen Wintertagen ist nun endlich der Frühling angebrochen.

Im privaten wie auch beruflichen Umfeld starten jetzt die Aufräum- und Entrümplungssaktionen. Überall kann man davon lesen und hören. Und dies hat mich zu meiner Blogartikel-Serie „Frühling in der Pflege“ inspiriert. Keine Angst: ich gebe hier keine allgemeinen Putztipps. Vielmehr möchte ich dir zeigen, wie du den Frühling zu deinen Kunden bringen kannst und wie du dein Pflege-Marketing aus dem Winterschlaf weckst und frühlingsfit bekommst.

So ein Frühjahrsputz ist ein toller Anlass, gründlich „auszumisten“: den Schreibtisch, die Aktenordner, die Ablage, das Archiv oder den Berg Unterlagen in der Schreibtischecke. Aber auch die Website, den Blog oder die Sozialen Netzwerke kann man prima entrümpeln.

Gehen wir doch der Reihe nach vor. Heute widmen wir uns allem, was nicht online ist. Auf geht’s.

 

Frühjahrsputz für Dein Pflege-Marketing

 

 

Dein gesamter Außenauftritt (Öffentlichkeitsarbeit, Flyer, Anzeigen, Visitenkarten, etc.) kann man mit einem „Schaufenster“ vergleichen.

 

Dein gesamter Außenauftritt kann man mit einem „Schaufenster“ vergleichen. Klick um zu Tweeten

 

Das Schaufenster ist besonders wichtig, denn schließlich sollen deine Kunden deine Leistungen auch gut betrachten und wahrnehmen können. Und das können sie nur, wenn im Schaufenster die wichtigsten Sachen sehr übersichtlich und den Kunden ansprechend präsentiert sind.

Geh einmal selbst nach draußen und schaue in dein Schaufenster. Sind die Leistungen etwas angestaubt? Reicht es aus diese aufzupolieren? Sind deine Angebote noch passend für deine Kunden und passen sie auch noch zu dir? Alles ist in Bewegung und verändert sich – du selbst, deine Kunden, die Marktgegebenheiten. Und auf diese Veränderungen müssen wir rechtzeitig reagieren.

Jetzt ist die ideale Zeit, dein Marketing auf den Kopf zu stellen und zu prüfen, inwieweit du mit den vorhandenen Materialien und Aktionen deine Ziele bzw. deine Kunden noch erreichst. Nimm dir Zeit, deine Texte und Unterlagen intensiv unter die Lupe zu nehmen.

 

 

1. Visitenkarten

 

Diese werden oft vernachlässigt und sind doch ein so wichtiges Aushängeschild auf Messen, Events, Seminaren, Netzwerktreffen und vor allem bei Kundenkontakten.

Sehr häufig sehe ich „selbstgebastelte“ Visitenkarten, die alles andere als professionell aussehen. Zudem fehlen noch wichtige Informationen oder diese sind längst veraltet.

Was ist wichtig auf einer Visitenkarte? Logo, vollständiger Name, Position, Adresse, Kontaktdaten (auch deine Handynummer).

Kürzlich erhielt ich als offizielle Email-Adresse einer Pflegedienstbetreiberin Folgendes: zuckermaus1981@t-online.de (ich habe die Jahreszahl ausgetauscht – der Rest ist tatsächlich echt). Im Ernst??? Bitte tue dir selbst einen großen Gefallen: trete genau so professionell auf, wie du es von deinen Lieferanten erwarten würdest! Eine seriöse Email-Adresse ist ein MUSS!

Bist du auf verschiedenen Social-Media-Kanälen (Facebook, Xing, Google+, etc.) unterwegs und legst du Wert auf eine Vernetzung mit deinen Gesprächspartnern? Dann sollten diese wichtigen Informationen auf der Karte ebenfalls nicht fehlen.

Produziere doch einfach nur kleine Auflagen, damit du gar nicht erst in die Verlegenheit kommst und Korrekturen per Stift oder Aufkleber vornehmen zu wollen. Dies wirkt unprofessionell und in der Pflege willst du doch als professioneller kompetenter Partner angesehen werden.

Zu guter Letzt prüfe das Layout und Design. Passt es noch zu deinem Unternehmen oder wirkt es angestaubt?

 

 

2. Flyer, Broschüren, Infoblätter, Briefpapier

 

Hast du noch in irgendeiner Ecke Restbestände vergangener Drucksachen, Broschüren, Flyern etc.? Dann schnell weg damit. Veraltete Unterlagen schaden eher dem Ruf und kosten das Vertrauen. Ein fataler Fehler in der Pflegebranche.

Sind alle relevanten Informationen vorhanden und korrekt dargestellt, wurde dein Corporate Design eingehalten, stimmen die Kontodaten?

Ist der Inhalt wirklich noch aktuell und entspricht das Design den heutigen Anforderungen?

Deine Kunden möchten alle wichtigen Informationen schnell finden und das ohne Nachfragen. Denn dies werden die wenigsten tun.

Aufgrund vieler Onlinedruckereien sind die Preise für Druckkosten sehr gering. Deshalb produziere Drucksachen lieber in kleineren Mengen, um stets Änderungen ohne große Verluste vornehmen zu können. Empfehlenswert ist die Reichweite von maximal einem Jahr, um dann erneut zu prüfen, wo es Anpassungen bedarf.

Bevor der alte Flyer oder die alte Broschüre nur etwas angepasst wird, wäge ab, welches Format das richtige für dich und deine Kunden ist. Vermutlich hast du einen Flyer, aber deine Kunden wünschen sich ausführlichere Informationen in einer kurzen Broschüre zusammengefasst. In der Pflegebranche haben es Flyer sehr schwer, sich voneinander abzuheben. Oftmals wird das Format DIN-Lang bevorzugt. Vielleicht ist ein anderes Format manchmal besser geeignet, um aufzufallen, Interesse zu wecken und einen Anreiz zu bieten, die Information mitzunehmen.

 

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3. Anzeigen

 

Auch hier ist Bedarf für einen kurzen Check. Prüfe die Farben, das Logo, die verwendeten Schriften. Ist es wirklich das aktuelle Logo, das verwendet wird?

Seit wann hat sich nichts am Design geändert? Ist es eventuell an der Zeit, ein neues Anzeigen-Layout zu gestalten? Schaue dir die Anzeigen deiner Wettbewerber in den kostenlosen Regionalzeitungen an. Was fällt dir auf? Die meisten Anzeigen gleichen sich sehr und bieten dem Kunden kaum Anreiz genauer zu schauen. Was könntest du anders machen, um aufzufallen?

Kläre für dich, wo und wofür du Anzeigen verwenden möchtest. Gelbe Seiten, Telefonbuch, Zeitungen, der städtische Jahreskalender, …? Recherchiere, welche Maße erforderlich sind und hinterlege dir Muster für gängige Anzeigenformate.

Ist es wirklich sinnvoll, überall vertreten zu sein, oder kannst du auf einige (teure) Anzeigen in der regionalen Presse verzichten? Was lesen deine potenziellen Kunden, wo gibt es da Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen? Wie wäre es z.B. auf dem Einkaufswagen im Supermarkt? Natürlich im gleichen Design wie in den Zeitungsanzeigen.

 

 

4. Messen und Veranstaltungen

 

Das haben wir immer schon so gemacht! Nimmst du aus lauter Gewohnheit immer wieder an bestimmten Messen oder Veranstaltungen teil? Welche Ergebnisse konntest du mit der Teilnahme in den letzten Jahren verbuchen?

Auch hier gilt das Pareto-Prinzip: 20% der Aktionen bringen 80% des Erfolgs. Du musst „nur“ herausfinden, welche 20% das sind. Bewerte daher kritisch, welche Aktionen dir wieviel bringen. Konzentriere dich auf die guten und lasse andere weg.

Lege dir eine Übersicht über deine Messen und Veranstaltungen an, an denen du teilnimmst. Vergleiche deine gesteckten Ziele, den Nutzen und den Aufwand der einzelnen Veranstaltungen. So erkennst du schnell, wo es sich noch lohnt anwesend zu sein.

Gibt es die ein oder andere Messe, wo du nicht vertreten bist, die aber interessant sein könnte? Dann nimm diese Veranstaltung in deine Liste auf und entscheide ebenfalls über Aufwand und Nutzen.

 

 

5. Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und PR

 

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit spielen eine wichtige Rolle. Hier solltest du mit kritischen Augen herangehen.

  • Passt deine momentane Kommunikation zu deinem Unternehmen und zu den vereinbarten Zielen?
  • Wie aktuell sind die Inhalte deiner Unternehmenskommunikation?
  • Sind deine Einträge auf Online-Portalen oder Info-Plattformen auf dem neuesten Stand?
  • Sprechen alle Mitarbeiter mit Kontakt zu Kunden und Interessenten die gleiche Sprache, die Sprache des Unternehmens?
  • Wie melden sich deine Mitarbeiter am Telefon?
  • Verwenden alle Mitarbeiter die gleiche E-Mail-Signatur?

Wann hast du zuletzt dein Pflegeunternehmen und dessen Leistungen bzw. Aktivitäten in der Presse erwähnt? Überlege, welche Aktivitäten und Neuigkeiten interessant genug sind, dass sie veröffentlicht werden. Nutzt du Pressearbeit kontinuierlich, um über dein Unternehmen zu informieren?!

 

 

Jetzt bist du an der Reihe!

 

Werde aktiv, nutze den Schwung des Frühlings und nimm deine Marketingaktivitäten und –produkte genauer unter die Lupe.

 

Ich würde mich freuen, wenn du im Kommentarbereich über deine Erfahrungen berichten würdest.

 

 

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